Feuchter Natursteinkeller: Silberfische und was dahintersteckt
In alten Häusern zwischen Limburg und Gießen stehen oft noch Natursteinkeller aus der Bauzeit vor dem Krieg. Kühl, feucht, dunkel. Genau das Klima, das Silberfische und andere Feuchteliebhaber brauchen.
- Silberfische
- Kellerasseln
- Spinnen

- OrtskenntnisVon Limburg über Weilburg bis Gießen kennen wir die typischen Bauweisen.
- Ein Anruf genügtFall schildern, wir klären Dringlichkeit und schicken passende Fachkraft.
- Diskrete AnfahrtFahrzeuge und Kleidung ohne auffällige Beschriftung, kein Aufsehen im Ort.
- Fachgerecht nach RechtArtenschutz, Mietrecht und Denkmalschutz fließen in jede Einschätzung ein.
Wer im Lahntal einen Altbau kauft oder mietet, bekommt oft einen Keller aus Bruchstein dazu. Dicke Wände, kein Estrich, manchmal nur gestampfter Lehmboden. Das war früher üblich und hält Lebensmittel kühl. Heute macht genau das Probleme, wenn im Keller Kartons, Teppichreste oder alte Bücher lagern.
Ein trockener Neubaukeller mit Betonwänden und Abdichtung nach heutigem Standard zieht andere Arten an als ein Natursteinkeller mit Restfeuchte aus dem Mauerwerk. Wo Feuchtigkeit dauerhaft in die Wand zieht, siedeln sich Silberfischchen an. Das ist kein Zeichen von Unsauberkeit, sondern eine Folge der Bausubstanz.
Warum alte Keller andere Bewohner haben
Bruchsteinmauerwerk atmet anders als Beton. Es nimmt Feuchtigkeit aus dem Erdreich auf und gibt sie langsam wieder ab. Ohne moderne Horizontalsperre bleibt die Wand über weite Strecken des Jahres feucht, besonders an der erdberührten Seite. Kombiniert mit wenig Luftaustausch entsteht ein Klima, das für viele Insekten und einige Kleinsäuger attraktiv ist.
Silberfische sind das häufigste Beispiel und stehen deshalb auf einer eigenen Themenseite im Detail. Sie ernähren sich von organischem Material, das in Feuchträumen liegt: Papier, Kleisterreste, Hautschuppen, Schimmelsporen. Sie sind für Menschen ungefährlich, aber ein Hinweis darauf, dass es im Keller feucht ist. Wer sie dauerhaft loswerden will, muss meist zuerst die Feuchtequelle angehen, nicht nur die Tiere selbst.
Was in solchen Kellern sonst noch auftaucht
Feuchte Natursteinkeller sind selten nur ein Silberfisch-Thema. Je nach Zustand des Gebäudes kommen weitere Arten dazu, die unterschiedlich zu behandeln sind.
- SilberfischeDer Klassiker in feuchten Altbaukellern. Zeigt meist ein Feuchteproblem an, das behoben werden sollte, statt nur die Tiere zu bekämpfen.
- KellerasselnLeben von feuchtem, verrottendem Material. Harmlos, aber ein weiteres Zeichen für dauerhafte Nässe im Mauerwerk oder am Boden.
- SpinnenFolgen dem Nahrungsangebot aus kleineren Insekten. Ihre Zahl sinkt oft von selbst, wenn die Beute weniger wird.
- MäuseNutzen Ritzen im alten Mauerwerk als Zugang, besonders im Herbst. Nicht geschützt, aber Zugänge sollten zuerst geschlossen werden.
- FledermäuseNutzen gelegentlich Kellerschächte oder Dachböden als Quartier. Streng geschützt, ein Umgang in Eigenregie ist nicht erlaubt.
Lieber einmal fragen als zweimal behandeln
Wir schätzen den Fall am Telefon ein und sagen, was nötig ist.
Wie man an das Problem herangeht
Bevor irgendetwas bekämpft wird, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Ursache. Vier Schritte, die sich in der Praxis bewährt haben.
- Feuchtequelle findenPrüfen, ob Wasser von außen eindringt, aus dem Erdreich zieht oder durch mangelnde Lüftung entsteht. Ohne diese Klärung bleibt jede Bekämpfung Stückwerk.
- Lagergut sichtenKartons, Papier und Textilien aus dem Keller entfernen oder in geschlossenen Kisten lagern. Das entzieht Silberfischen und Asseln die Nahrungsgrundlage.
- Lüftung prüfenRegelmäßiges, kurzes Stoßlüften bei trockener Außenluft senkt die Feuchtigkeit im Keller spürbar, ohne bauliche Maßnahmen nötig zu machen.
- Fachkraft einschätzen lassenWenn Befall trotz trockenerem Klima bleibt oder Arten wie Fledermäuse oder Marder betroffen sind, ist eine fachliche Einschätzung vor Ort sinnvoll.
Typische Fehler im Umgang mit dem Kellerbefall
Manche Reaktionen verschlimmern die Lage eher, als sie zu lösen. Diese vier kommen im Gebiet an der B49 immer wieder vor.
- Nur Sprühmittel einsetzenInsektenspray bekämpft sichtbare Tiere, löst aber nicht die Feuchtigkeit im Mauerwerk. Der Befall kehrt zurück, sobald die Wirkung nachlässt.
- Fledermausquartier eigenmächtig verschließenFledermäuse im Gebäude sind streng geschützt. Ein Verschließen des Zugangs ohne Abklärung kann rechtliche Folgen haben.
- Marder oder Waschbär vergiften wollenBeide Arten unterliegen dem Jagdrecht. Erlaubt ist nur Vergrämen und das Schließen von Zugängen, kein Töten in Eigenregie.
- Befall als Mieter verschweigenSchädlingsbefall gehört unverzüglich dem Vermieter gemeldet. Wer das versäumt, riskiert später Ärger bei der Kostenfrage.
Mehr zum Thema auf der Leistungsseite Silberfische & Papierfischchen — mit Verfahren, Ablauf und häufigen Fragen.
Papierfischchen werden häufig mit Silberfischen verwechselt und brauchen eine andere Behandlung.
Was daraus folgt
Ein feuchter Natursteinkeller ist an der B49 zwischen Limburg und Gießen keine Ausnahme, sondern die Regel bei älterer Bausubstanz. Silberfische, Asseln und gelegentlich auch Mäuse oder Fledermäuse gehören zum Bild solcher Häuser dazu. Wer die Feuchteursache angeht, wird die meisten Probleme selbst in den Griff bekommen. Bleibt der Befall hartnäckig oder sind geschützte Arten betroffen, schätzen wir den Fall am Telefon ein und schicken jemanden vorbei, der sich mit alten Kellern auskennt.
Häufige Fragen
Sind Silberfische im Keller gefährlich?
Nein, sie übertragen keine Krankheiten und beißen nicht. Sie zeigen aber an, dass im Keller dauerhaft Feuchtigkeit vorhanden ist, die sich langfristig auch auf das Mauerwerk auswirken kann.
Darf ich ein Hornissennest im Keller selbst entfernen?
Nein. Hornissen sind geschützt, ein Nest darf nur mit Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des jeweiligen Landkreises entfernt werden.
Wer zahlt die Bekämpfung in einer Mietwohnung?
In der Regel der Vermieter, da Schädlingsbefall zur Instandhaltung zählt. Der Mieter muss den Befall unverzüglich melden und die Behandlung im Keller oder in der Wohnung dulden.
Was gilt bei Fachwerk und Holzschutz?
An denkmalgeschütztem Fachwerk muss vor einer Holzschutzbehandlung die Untere Denkmalschutzbehörde einbezogen werden, bevor Mittel oder Verfahren angewendet werden.
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